Historische Einblicke und Allgemeines

Werder (Havel) ist eine Stadt mit rund 25.000 Einwohnern im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark in der Agglomeration Berlin. Als staatlich anerkannter Erholungsort ist Werder überregional auch durch das frühjährliche Baumblütenfest bekannt.

 

Die Stadt liegt rund 10 km bzw. 40 km südwestlich der Stadtzentren von Potsdam und Berlin. Die Kernstadt liegt auf einer Insel in der dort 700 bis 1400 m breiten Havel auf 38 m ü. NHN. Davon leitet sich auch der Stadtname ab, denn Werder bedeutet – ähnlich wie Werth oder Wörth – Insel im Fluss. Außerdem ist Werder von den Havelseen Schwielowsee, Glindower See, Großer Plessower See und Großer Zernsee umgeben. 

 

Mittelalter

Am 26. August 1317 verkauften der vir strenuus Sloteko, Truchsess des Markgrafen Waldemar von Brandenburg, und seine beiden Brüder, die milites Richardus und Zabellus, das Städtchen (oppidum) Werder nebst 46 Hufen Lehnsbesitz in Richtung Zauche auf Geheiß ihres Lehnsherren für 244 Mark weniger einer Viertelmark gemünzten Brandenburgischen Silbers an das Zisterzienserkloster Lehnin. Die Bestätigungsurkunde des Markgrafen stellt aber nicht die Ersterwähnung der Stadt Werder dar. Vielmehr wird das vermutlich mit einer hölzernen Brücke ausgestattete Städtchen schon in einer Urkunde Waldemars vom 5. April 1317 genannt. Die beiden Urkunden passen zum Landesausbau des Klosters Lehnin, der sich auch am Kauf des Dorfes Leest nebst der Zinserhebung in Werder im Jahre 1339, der Übereignung des Dorfes Phöben für eine Hebung Getreides an das Kloster am 15. November 1343 oder dem Vergleich zwischen Abt und Mönchen von Lehnin und den Brüdern von der Groeben vom 18. Oktober 1352 ablesen lässt.

 

Dreißigjähriger Krieg

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1637 und 1641 durch schwedische Truppen geplündert.